Wandern, frische Luft & Weingenuss – ein wunderschöner Tag an der Obermosel –

Was für ein schöner Tag!

Am Samstag, den 5. September 2026, war es wieder soweit: Meine zweite Food-Life-Balance-Wanderung „Wandern, frische Luft & Weingenuss“ fand statt. Und auch wenn ich eine solche Wanderung schon einmal organisiert hatte, war ich vorher wieder ein bisschen nervös. Schließlich möchte man als Veranstalterin, dass alles funktioniert, die Strecke passt, das Wetter mitspielt, die Gäste sich wohlfühlen – und am Ende alle mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

Diesmal waren 19 Erwachsene und ein Kind mit dabei. Dazu mein Partner Andreas, der als Winzer den Wein für die Weinprobe beisteuerte, und meine Freundin Maria, die mich tatkräftig unterstützte. Gemeinsam starteten wir um 13 Uhr in Palzem an der Obermosel.

Zum Auftakt gab es einen kleinen Sektempfang und – für mich schon die erste kleine Herausforderung – eine kurze Ansprache. Lange Reden sind definitiv nicht meine Stärke. Danach konnte es endlich losgehen – und mit dem ersten Schritt auf die Strecke wurde auch meine Nervosität langsam weniger.

Gemeinsam unterwegs

Zunächst führte unser Weg durch Palzem und anschließend hinaus in die Weinberge. Wir wanderten grob in Richtung Dillmar, teilweise über die erste Etappe des Moselsteigs einen ruhigen autofreien Pfad entlang.

Für mich ist bei solchen Wanderungen gar nicht entscheidend, möglichst schnell oder sportlich unterwegs zu sein. Viel wichtiger ist mir, dass Zeit für Gespräche bleibt und Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Deshalb habe ich versucht, mich unterwegs immer wieder ein bisschen mit allen zu unterhalten.

Gerade das finde ich am gemeinsamen Wandern so schön: Man bewegt sich zusammen, ist draußen unterwegs und kommt ganz automatisch miteinander ins Gespräch – auch mit Menschen, die man vorher vielleicht noch gar nicht kannte.

Und genau daraus ist die Idee für meine Wanderungen überhaupt entstanden.

Ich selbst wandere sehr gerne, finde aber gar nicht so einfach jemanden, der auch einmal eine längere Strecke mit mir gehen möchte. Irgendwann dachte ich mir deshalb: Warum eigentlich nicht einfach eine Gruppe zusammenbringen? Gemeinsam statt alleine.

Und genau dieses Gefühl möchte ich mit meinen Food-Life-Balance-Wanderungen vermitteln: raus aus dem Alltag, Bewegung und frische Luft, nette Menschen, gute Gespräche und einfach einen entspannten und unbeschwerten Tag. Ein gutes Glas Wein soll dabei nicht fehlen.

Eine lange Pause mitten im Wald

Etwa auf der Hälfte der Strecke erreichten wir unsere Pausenstation an der Brücke über den Dillmar-Bach mitten im Wald.

Hier wurden wir bereits von Andreas erwartet. Er hatte die gesamte Station vorbereitet und aufgebaut und fünf verschiedene Weine vom seinem Weingut – Brunnenhof Strupp – mitgebracht. Vom trockenen bis zum lieblichen Weißwein, dazu ein Rosé. Zu jedem Wein gab es eine kurze Vorstellung und natürlich durfte auch probiert werden.

Dazu standen verschiedene Snacks bereit: Spieße, Würstchen, Dip, Baguette und natürlich auch etwas Süßes.

Die Pause dauerte fast zwei Stunden und war für mich einer der schönsten Abschnitte des Tages. Wir saßen gemeinsam im schattigen Wald, konnten in Ruhe essen und trinken, uns unterhalten und einfach eine Weile die Zeit vergessen.

Auch das Wetter hätte kaum besser sein können. Die Sonne schien, der Himmel war wolkenlos und die Temperatur lag bei etwa 23 Grad. Nach dem ersten Teilabschnitt der Wanderung tat die schattige Pause richtig gut und die Temperatur im Wald war angenehm.

Und ich muss an dieser Stelle auch einmal Danke an meinen Schatz Andreas sagen. Die Weinlese hatte in diesem Jahr bereits begonnen – eigentlich ungewöhnlich früh – und trotzdem hat er sich die Zeit genommen, mich zu unterstützen. Er hat den Wein beigesteuert, die komplette Pausenstation auf- und später wieder abgebaut und unsere im Vorfeld ausgewählten fünf Weine vorgestellt.

Ohne diese Unterstützung wäre dieser Teil der Wanderung so nicht möglich gewesen. Danke dafür. ❤️

Noch ein paar Kilometer bis Palzem

Nach der langen Pause hieß es dann aber: Weiter geht’s!

Im Anschluss auf die Pause wartete gleich ein kurzer, etwas steilerer Anstieg durch den Wald auf uns. Anschließend ging es vorbei an Streuobstwiesen und kurz vor Kreuzweiler über einen Feldweg weiter bis Schloss Thorn.

Eine spontane Abkühlung für Lui 🐾

An Schloss Thorn angekommen sorgte dann noch jemand für einen kleinen Überraschungsmoment durch Lui, der Hund, der uns an diesem Tag begleitet hat. An der Straße stand eine alte, große, Steintränke mit frischem Wasser. Eigentlich sollte Lui nur kurz die Gelegenheit bekommen, etwas zu trinken. Seine Besitzerin war noch überzeugt: „Nein, da kommt er nicht dran.“ – Tja – falsch gedacht. Einmal kurz nicht aufgepasst und schwups, schwups – saß der komplette Hund in der Tränke und genoss sichtlich seine spontane Abkühlung. Als Lui wieder herauskam, war die Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe schlagartig auf eine Sache gerichtet: bloß nicht zu nah kommen! Denn natürlich musste er sich erst einmal kräftig schütteln. Eine Teilnehmerin bekam dabei prompt noch eine kleine unfreiwillige Dusche ab.

Ein ungeplanter, aber herrlich unkomplizierter Zwischenstopp, der bei vielen von uns sicher als einer der kleinen Erinnerungsmomente dieses Tages hängen bleiben wird.

Ein kleiner persönlicher Nervenkitzel gehört auf dieser Strecke leider dazu: Wir mussten die Bundesstraße überqueren. Das ist für mich jedes Mal ein Punkt, bei dem ich besonders aufmerksam bin. Wenn man eine Gruppe anführt, hat man schließlich nicht nur die Verantwortung für die eigene Sicherheit. Ich bin jedes Mal froh, wenn ich alle meine „Schäfchen“ sicher auf der anderen Seite habe.

Das letzte Stück führte uns dann wieder ganz entspannt über den Moselradweg zurück nach Palzem. Die Mosel immer neben uns, die Sportboote auf dem Wasser und die Sonne über uns – ein wirklich schöner Abschluss unserer Wanderung.

Nach fast zwölf Kilometern erreichten wir dann gegen 18 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt. Dort durfte natürlich noch ein Abschlusswein nicht fehlen. Jeder konnte sich noch einmal einen Wein nach seinem Geschmack aussuchen und wir ließen den Nachmittag langsam gemeinsam ausklingen.

Was am Ende bleibt

Besonders gefreut hat mich, wie sich die Stimmung innerhalb der Gruppe im Laufe des Tages entwickelt hat.

Zu Beginn war die Gruppe noch etwas zurückhaltend und viele kannten sich untereinander nicht. Das ist bei einer solchen Veranstaltung auch völlig normal. Im Laufe der Wanderung wurde es aber immer lockerer. Es wurde mehr erzählt, gelacht und gemeinsam genossen – und am Ende war die Stimmung richtig gut.

Viele Teilnehmer haben mir direkt vor Ort gesagt, wie gut ihnen der Tag gefallen hat. Auch die später ausgefüllten Feedbackbögen waren durchweg positiv. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Natürlich gibt es trotzdem Dinge, die ich bei der nächsten Wanderung noch besser machen möchte. Einige Teilnehmer hätten sich beispielsweise mehrere kleinere Pausen anstelle der einen langen Pause gewünscht. Das ist in der Organisation etwas aufwendiger, aber ich nehme diese Rückmeldung gerne mit und werde schauen, wie ich sie bei der nächsten Strecke umsetzen kann.

Denn auch wenn eine Veranstaltung gut läuft, kann man immer etwas dazulernen.

Und eines weiß ich nach diesem Tag ganz sicher:

Das war nicht meine letzte Food-Life-Balance-Wanderung.

Ich freue mich sehr darüber, dass aus der Idee, gemeinsam statt alleine zu wandern, sich inzwischen tatsächlich anfängt zu etablieren.

Mein Wunsch für die Wanderungen bleibt dabei derselbe: Menschen zusammenbringen, gemeinsam aktiv sein, schöne Landschaften entdecken und dabei Genuss und Lebensfreude nicht zu kurz kommen lassen.

Denn genau das bedeutet für mich Food-Life-Balance: Nicht perfekt sein. Nicht ständig schneller, höher, weiter. Sondern sich Zeit nehmen für Dinge, die einem guttun. Bewegung, Natur, gutes Essen, ein Glas Wein, nette Menschen und schöne Gespräche.

Danke an alle, die am 05. September 2026 dabei waren und diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Eure Nadja

Und wie geht es weiter?

Für die nächste Wanderung wird es eine neue Strecke geben. Die Strecke rund um Palzem ist wunderschön und hat uns viele tolle Eindrücke beschert – aber nachdem ich sie nun schon zweimal gegangen bin, darf beim nächsten Mal gerne etwas Neues kommen.

Übrigens: Die Weinwanderung gibt es nicht nur als öffentliche Veranstaltung.

Ihr möchtet einen besonderen Tag gerne mit eurem Verein, eurer Freundesgruppe oder als Firmenevent erleben? Ab einer Gruppengröße von 10 Personen ist auch eine individuelle Weinwanderung möglich – rund um Palzem und auf Anfrage auch in der weiteren Umgebung.

Auf Wunsch lässt sich der Tag auch noch um einen gemütlichen Abschluss mit einem Winzerteller, einem gemeinsamen Restaurantbesuch oder – wenn es passt – einer Übernachtung ergänzen. Wenn ihr Lust auf einen besonderen, gemeinsamen Tag mit Wandern, Natur und Weingenuss habt, sprecht mich gerne an.

Noch ein paar weitere Eindrücke von unserer Wanderung

Nach oben scrollen